Brustveränderung in der Schwangerschaft


Die weibliche Brust besteht aus Binde-, Fett- und Brustdrüsengewebe, sie weist zudem eine glatte Muskulatur auf. Die unterschiedlichen Größen und Formen der Brust hängen vom jeweiligen Anteil des Fettgewebes ab. Eine Brustveränderung ist nicht selten ein erstes Anzeichen für eine Schwangerschaft.

 

 

 

 

 

 

Brustveränderung in der Schwangerschaft – Anzeichen einer Schwangerschaft

Schon vor dem ausbleiben der Periode vermuten manche Frauen an der Brustveränderungen erste Anzeichen einer Schwangerschaft. Die Brüste sind extrem empfindliche und manchmal auch wund. In einigen Fällen kann der Brust so sensibel auf Berührungen reagieren. Häufig verfärben sich auch die Brustwarzen und die Haut um die Brustwarzen (Warzenhof) herum dunkler. Darüber hinaus gibt es weitere Anzeichen, die auf eine Schwangerschaft hindeuten. Zusätzlich zu diesen äußeren Anzeichen kommt es auch zu inneren Veränderungen. Der weibliche Körper bereitet sich auf die Schwangerschaft vor und produziert dabei große Mengen der Hormone Östrogen und Progesteron.

 

Brustveränderung in der Schwangerschaft – Hormonumstellung

Sobald sich der gestiegene Hormonspiegel nach dem ersten Schwangerschaftswochen stabilisiert hat, nimmt die Empfindsamkeit der Brust in der Regel ab. Dies ist nach etwa drei Monaten – mit dem Ende der Frühschwangerschaft – der Fall. Während der Schwangerschaft sind an der Brust der werdenden Mama einige Veränderungen zu beobachten, vor allem, wenn es sich um die erste Schwangerschaft handelt. Schon kurz nachdem sich die Eizelle in der Gebärmutterwand eingenistet hat, kommt es zur Brustveränderung. Die Brust wird größer und etwas fester, zudem kann es vorkommen, dass sie anschwillt. Der Grund hierfür ist, dass sich die Brustdüsen bereits auf das Stillen vorbereiten.

Neben dem Hormonschub beginnt der Brust zu wachsen. Dieser Effekt wird durch die Bildung zusätzlicher Milchdrüsen und Fettschichten hervorgerufen. Des Weiteren kommt es zu einer stärkeren Durchblutung. Letzteres kann zu einem pochenden oder kribbelnden Gefühl in der Brust führen, beispielsweise bei körperlicher Nähe mit dem Partner. In den ersten Schwangerschaftswochen kann dieses Unbehagen auch dazu führen, dass die Lust auf Geschlechtsverkehr zeitweise völlig verschwindet. Dieses Empfinden sollte jedoch relativ schnell vorübergehen.

 

Brustveränderung in der Schwangerschaft – was hilft gegen Schmerzen

Bei anhaltenden Schmerzen ist es ratsam, sich frühzeitig einen gut stützenden BH zu kaufen. Dieser sollte unbedingt gut passen und weich sein. Vor dem Kauf des Umstands BH´s ist die Körbchengröße zu ermitteln, diese wird anhand folgender Daten berechnet:

  • Körpergröße (vom Scheitel bis zur Sohle)
  • Brustumfang an der Stelle mit dem größten Umfang
  • Messen des unteren Brustumfangs
  • Taillenumfang (an der schmalsten Stelle)
  • Hüftumfang (an der breitesten Stelle)

Wie die Konfektionsgröße einfach und schnell ermittelt werden kann, ist in diesem Video erläutert. Wichtig ist, dass die richtige Körbchengröße während der Schwangerschaft mehrmals berechnet wird, da sich mit mit der Brustveränderung in der Schwangerschaft auch die Körbchengröße verändert. Dies kann unter Umständen den Kauf mehrerer Umstands BH´s erforderlich machen. Bei spannenden und schmerzenden Brüsten kann das Einnehmen eines Bades oder das Auflegen eines Umschlags mit Lavendel helfen.

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Brustveränderung in der Schwangerschaft – Milchproduktion

Die Veränderungen in den Milchdrüsen erfüllen einen wichtigen Zweck. Die Aufgabe der Brustdrüsen ist die Milchbildung (Laktation). Bis zur Geburt hat das Drüsengewebe den Großteil der Fettzellen ersetzt. Unter den Fettzellen und dem Drüsengewebe befindet sich ein verzweigtes Netzwerk von Kanälen und Gängen zum Transport der Muttermilch in die Brust. Dieses Netzwerk macht sich zum ersten Mal am Anfang der Pubertät bemerkbar. Bedingt durch einen erhöhten Ausstoß des Hormons Östrogen wachsen und schwellen die Brustdrüsen an. Während einer Schwangerschaft sind diese Prozesse am stärksten ausgeprägt. Zwischen dem zweiten und dem dritten Drittel der Schwangerschaft ist das Kanal- und Gängesystem voll entwickelt, somit ist das Stillen des Babys nach der Geburt möglich.

 

Brustveränderung in der Schwangerschaft – Vormilch und Muttermilch

Bei einigen Schwangeren tritt zwischen der 16. SSW und 21. SSW erstmals eine cremige, weißlich-gelbe Flüssigkeit aus den Brustwarzen aus. Diese Flüssigkeit wird als Vormilch (Kolostrum) bezeichnet, sie enthält einen hohen Anteil an Proteinen und krankheitsbekämpfender Antikörper, sie ist reich an Vitaminen und darüber hinaus leichter verdaulich als die Muttermilch. Während der letzten Schwangerschaftswochen tritt diese dickflüssige weiße Substanz die sogenannte Vormilch bei vielen Frauen tröpfchenweise aus. Im Wochenbett kurz nach der Geburt dient die Vormilch dem Neugeborenen als wichtige Nahrungsquelle. Die Zusammensetzung der Muttermilch passt sich im Laufe der Zeit den Bedürfnissen des Babys an.

 

Brustveränderung in der Schwangerschaft – Brust während der Stillzeit

In den ersten 24 bis 48 Stunden nach der Geburt ist die Produktion der Muttermilch in vollem Gange. Durch das Stillen, kommt es wiederum zu einer Brustveränderung. Die Brüste werden in der Regel sogar noch größer, da es zu einem Milcheinschuss kommt. In dieser Phase treten auch Veränderungen des Hormonspiegels auf. Durch den Ausstoß der hormonproduzierenden Plazenta werden der Östrogen- und der Progesteronspiegel reduziert, die Menge von Prolaktin erhöht sich. Dieses Hormon wird in der Hypophyse produziert, dies ist eine Hormondrüse, die laut diesem Lexikoneintrag eine wesentliche Rolle bei der Regulation des Hormonhaushalts im Körper einnimmt.

 

Brustveränderung in der Schwangerschaft – nach der Schwangerschaft 

Jede Stillzeit hat früher oder später ein Ende, nach dieser Phase kommt es erneute zu einer Brustveränderung. Hierbei gilt, dass jeder Körper auf die Geburt grundsätzlich anders reagiert, demensprechend kann sich auch der Brust unterschiedlich ausprägen: Die Brüste werden entweder genauso groß wie vor der Schwangerschaft oder sie verlieren an Größe und Festigkeit oder es bleiben ein bis drei Körbchengrößen mehr erhalten.

Welche Form die Brüste nach dem Ende des Stillens annehmen, hängt vom individuellen Hormonhaushalt und vom Bindegewebe ab. Frauen mit einem schwachen Bindegewebe haben diesbezüglich einen „Nachteil“, bei ihnen schrumpfen die Milchdrüsen und Kanäle häufig zu ihrer ursprünglichen Größe zurück. Experten raten generell vor zu raschem Abstillen ab, auch auf das Rauchen während der gesamten Schwangerschaft und in der Zeit kurz nach der Geburt sollte unbedingt verzichtet werden. Leichte sportliche Bestätigung und Fitnessübungen sind generell gesundheitsfördernd und können auch helfen, einen formschönen Busen unabhängig von der Größe zu erhalten.

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