Geburt

Wochenbett: Der Wochenfluss

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Der richtige Umgang mit dem Wochenfluss

Das Loslösen der Plazenta („Nachgeburt“) durch die Nachwehen hinterlässt eine offene blutende Wunde an der Gebärmutter. Dieses Blut, welches die Gebärmutter zusammen mit Schleimhautresten ausstößt, bezeichnet man als Wochenfluss.


Der Wochenfluss wird auch als postnataler Ausfluss oder Lochien bezeichnet und dauert in der Regel zwischen sechs und acht Wochen. Die stärksten Blutungen treten in den ersten drei bis vier Tagen nach der Geburt auf. Dann wird der Wochenfluss von Tag zu Tag schwächer. Das in den ersten Tagen hellrote Blut wird dann rosa und ist zunehmend mit mehr und mehr Schleim vermischt. Nach etwa einer Woche ist der postnatale Ausfluss eher bräunlich und wird nun von Tag zu Tag heller bis er nach etwa drei Wochen eine gelbliche und zum Schluss weißliche Farbe annimmt. Die Stärke sowie die Dauer des Ausflusses ist von Frau zu Frau verschieden. Frauen mit einer Kaiserschnittgeburt haben in der Regel einen schwächeren Wochenfluss als Frauen nach einer natürlichen Geburt.

Wochenfluss – Tipps zum Umgang

  • benutzen Sie keine Tampons
  • benutzen Sie Vlieswindeln oder Flockenwindeln
  • wechseln Sie die Binde alle zwei bis drei Stunden
  • spülen Sie während und nach dem Toilettengang Ihren Intimbereich mit lauwarmen Wasser
  • waschen Sie sich vor und nach dem Toilettengang gründlich die Hände
  • benutzen Sie bei Geschlechtsverkehr ein Kondom, um eine Infektion zu verhindern

Der Wochenfluss ist nicht infektiöser als eine normale Regelblutung. Allerdings ist der Wochenfluss ein guter Nährboden für Infektionserreger. Deshalb sollten Sie auf eine gründliche Hygiene achten. Waschen Sie sich vor und nach jedem Toilettengang gründlich die Hände.

Wochenfluss – Probleme

Die Nachsorgehebamme kümmert sich rund um das Thema Wochenfluss und wird Sie über die wichtigsten Dinge informieren. Haben Sie das Gefühl, dass etwas nicht stimmt oder tritt eines der unten aufgeführten Symptome auf, sprechen Sie unbedingt die Hebamme darauf an oder suchen Sie einen Arzt auf.

  • wenn die Blutungen innerhalb einer Stunde mehr als eine Binde durchbluten
  • wenn das Blut wie „Wasser“ aus dem Körper läuft
  • wenn die Blutungen nach drei bis vier Tagen wieder so stark wie nach der Geburt werden
  • bei auffällig großen Blutgerinnseln
  • bei Fieber / Schüttelfrost und verändertem oder unangenehmen Geruch des Wochenflusses

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Veröffentlicht: 14 | 07 | 2012
Aktualisiert am: 19 | 11 | 2018
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