Entwicklung und Erziehung

Sauberkeitserziehung: So klappt der Abschied von der Windel

Kindernamen

Der richtige Weg zum Trockenwerden

Das Trockenwerden und der damit verbundene Abschied von der Windel gehört mit zu den großen Entwicklungsschritten im Kleinkindalter und wird von vielen Eltern herbei gesehnt.

Die meisten Kleinkinder werden zwischen dem 2. und dem vollendeten 3. Lebensjahr sauber – die einen früher, die anderen später. Setzen Sie Ihr Kind und sich selbst auf keinen Fall unter Druck und seien Sie bei der sogenannten Sauberkeitserziehung – dem Weg zum Sauberwerden – geduldig. Zwischen den ersten Anzeichen bis zum kompletten Trockensein vergehen oft Monate. Wir informieren Sie über die ersten Anzeichen und wie Sie Ihrem Kind den Weg zum Trockensein erleichtern können.

Sauberkeitserziehung – erste Anzeichen

  • Ihr Kind sagt Ihnen, dass es in die Windel gemacht hat – vergessen Sie nicht, Ihr Kind zu loben
  • Ihr Kind zieht sich an einen ruhigen Ort zurück, wenn es in die Windel macht
  • Ihr Kind hüpft oder zwickt die Beine zusammen, wenn es Pipi muss
  • Ihr Kind folgt Ihnen auf die Toilette und zeigt großen Interesse

Setzen Sie Ihre Erwartungen nicht zu hoch. Erfolgsdruck ist bei der Sauberkeitserziehung eher kontraproduktiv. Die beste Strategie verfolgen Sie, indem Sie Ihr Kind in kleinen Schritten und den damit verbundenen Teilerfolgen geduldig beim Sauberwerden unterstützen.

Sauberkeitserziehung – Unterstützten Sie Ihr Kind

  • lassen Sie Ihr Kind tagsüber so oft es möglich ist ohne Windel herrumlaufen
  • setzen Sie Ihr Kind immer mal wieder probeweise auf die Toilette oder das Töpfchen, mal mit – mal ohne Windel
  • erkennen Sie, dass Ihr Kind muss, bieten Sie ihm die Toilette oder das Töpfchen an
  • beim Wickeln können Sie Ihrem Kind den Windelinhalt zeigen und benennen, so lernt es die Worte und den Unterschied
  • fragen und / oder erkennen Sie, ob Ihr Kind lieber auf die Toilette oder auf das Töpfchen gehen mag
  • loben Sie Ihr Kind, wenn es auf die Toilette oder auf das Töpfchen gegangen ist
  • zeigen Sie Ihrem Kind gegenüber keinen Ekel oder Abscheu gegenüber seiner Ausscheidungen
  • ziehen Sie Ihrem Kind Kleidung an, die es selbstständig schnell und problemlos ausziehen kann (z.B. Hose mit Gummizug) – Trainingswindeln (eine Mischung aus Windel und Unterhosen) helfen beim schnellen ausziehen
  • ermutigen Sie Ihr Kind immer wieder (aber ohne Druck) die Toilette oder das Töpfchen zu benutzen
  • nehmen Sie Ihr Kind mit auf die Toilette und lassen Sie es Ihnen beispielsweise beim betätigen der Toilettenspülung helfen
  • seien Sie nicht enttäuscht, wenn doch das eine oder andere Mal etwas daneben oder in die Hose geht – ermutigen Sie Ihr Kind und sagen Sie ihm, dass es beim nächsten Mal besser klappt

Unterstützen und motivieren Sie Ihr Kind indem Sie es immer wieder loben. Besonders bei den ersten Versuchen auf der Toilette oder dem Töpfchen ist es wichtig, Ihr Kind auch ohne „Erfolgserlebnis“ für den Gang auf die Toilette oder das Töpfchen zu loben.

Sauberkeitserziehung – Hilfsmittel

Ein gemeinsam ausgesuchter bunter Toilettenaufsatz oder ein Töpfchen mit dem Lieblingsmotiv hilft Ihrem Kind sich damit schneller „anzufreunden“ und die Toilette / das Töpfchen anzunehmen.

Sauberkeitserziehung – Sauber durch die Nacht

Das Sauberwerden in der Nacht kann dann noch einige Monate dauern. Die meisten Eltern wechseln in nächtlichen Aktionen die Bettlaken mehr als einmal in der Woche. Aber auch hier gilt: Üben Sie sich in Geduld! Ihr Kind muss erst lernen den Harndrang auch nachts zu erkennen und zu reagieren. Die meisten Kinder sind bis zu ihrem 4. Geburtstag auch nachts trocken.

Sauberkeitserziehung – Rückschritte

Kalkulieren Sie Rückschritte ein. Sie sind völlig normal und können unter anderen durch besondere psychische Belastungen wie beispielsweise beim Kindergarteneintritt, bei einem Umzug oder bei der Geburt eines Geschwisterkindes hervorgerufen werden. Zeigen Sie auf keinen Fall Enttäuschung beziehungsweise schimpfen Sie nicht mit Ihrem Kind. Gehen Sie auch nicht zu stark auf das Geschehene ein. In den meisten Fällen löst sich das Problem von ganz alleine wieder.

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Autor: ,
MamaWissen.de

Veröffentlicht: 2012-06-20
Aktualisiert am: 2018-11-05
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