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Formen und Heilung einer Episiotomie

Der Dammschnitt (Episiotomie) ist ein Hilfsmittel, um die Austreibungsphase der Geburt zu verkürzen und zu erleichtern.


Der Dammschnitt wird bei Komplikationen, die beispielsweise einer Zangengeburt notwendig machen oder auch bei einer Beckenendlage (Steißlage) des Kindes eingesetzt. Er kommt auch zum Einsatz, wenn die Weichteile zu straff sind und die Scheide sich nicht ausreichend dehnen kann.

Mittels eines Dammschnittes wird die Geburtsöffnung künstlich erweitert. Der Damm – das Gewebe zwischen Scheide und After – wird dabei meist unter einer örtlichen Betäubung und während das Gewebe sehr gespannt ist, eingeschnitten. Nach der Geburt wird der Damm unter einer örtlichen Betäubung genäht.

Die Tendenz heutzutage ist allerdings, eher einen Dammriss zuzulassen als einen Dammschnitt – ausgenommen im Notfall – durchzuführen. Vermehrt sind Ärzte und Hebammen heute der Meinung, dass der Dammriss bessere Heilungschancen bietet und die Risiken, wie beispielsweise dauerhafte Schmerzen beim Sex oder auch die Schwächung des Beckenbodens, durch den Dammriss minimiert werden.

Regelmäßige Dammmassagen in den letzten Schwangerschaftswochen bereitet den Damm auf die Geburt vor. Sie sollten ab der 34. SSW drei bis vier Mal wöchentlich, besser täglich für etwa 5 bis 10 Minuten den Damm massieren. So können Sie die Wahrscheinlichkeit eines Dammrisses oder Dammschnittes reduzieren.

Dammschnitt – mediane Episiotomie

  • Schnittführung: entlang der Mittellinie Richtung After
  • Vorteile: diese Schnittführung hinterlässt eine Wunde mit der schnellsten Heilungschance im Wochenbett
  • Nachteile: der Dammschnitt kann bis zum After aufreißen und ist mit einem höheren Verletzungsrisiko für den Schließmuskel verbunden

Dammschnitt – mediolaterale Episiotomie

  • Schnittführung: von der Mitte aus im Winkel von 45 Grad nach links oder rechts
  • Vorteile: diese Schnittführung wird bei einem größeren Platzbedarf eingesetzt, beispielsweise bei sehr großen Kindern
  • Nachteile: dieser Dammschnitt heilt nicht so schnell wie die Mediane Episiotomie

Dammschnitt – laterale Episiotomie

  • Schnittführung: geschnitten wird etwa zwei Zentimeter im Winkel von 45 Grad seitlich der Mittellinie nach links oder rechts
  • Nachteile: heilt sehr schlecht und wird auch heute in der Regel nicht mehr angewendet

Dammschnitt – Komplikationen

  • Blutungen
  • Blutergüsse
  • Aufplatzen der Naht
  • Infektionen
  • Schwellungen
  • Schmerzen bei Stuhlgang

Dammschnitt – Wie lange dauert die Heilung?

Die Heilung des Dammschnittes dauert etwa vier bis sechs Wochen.

Dammschnitt – Behandlung im Wochenbett

  • Spülen Sie den Damm beziehungsweise Ihre Wunde mehrmals täglich
  • kurze Sitzbäder mit Calendula-Essenz fördern den Heilungsprozess – danach sollten Sie die Wunde sorgfältig trockentupfen
  • wechseln Sie häufig die Wochenbettbinden, um eine Infektionen durch den Wochenfluss zu vermeiden

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Veröffentlicht: 20 | 12 | 2012
Aktualisiert am: 08 | 04 | 2019
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