Kinderwunsch

Clomifen

Chancen und Nebenwirkungen der Hormonbehandlung

Das Arzneimittel Clomifen ist ein sogenanntes Antiöstrogen und wird zur hormonellen Behandlung bei Frauen mit Kinderwunsch angewendet. Ist der Hormonhaushalt der Frau gestört, kann der Eisprung ausbleiben. Die Einnahme von Clomifen soll den Körper zu einer vermehrten Ausschüttung des luteinisierenden Hormons (LH) und des eizellstimulierenden Hormons (FSH) anregen und dadurch die Fruchtbarkeit erhöhen.


Clomifen – Einnahme

In der Regel wird Clomifen in Form von Tabletten durch den Frauenarzt verschrieben. Die Einnahme beginnt zwischen dem dritten und fünften Zyklustag. Der erste Zyklustag entspricht dem ersten Tag der Periode.

Ein Behandlungszyklus mit Clomifen dauert fünf Tage. Dabei nimmt man täglich eine Tablette mit 50 mg Wirkstoff zu sich. Bei einer erfolgreichen Behandlung sollte etwa eine Woche nach der letzten Tablette der Eisprung stattfinden. Bleibt der Eisprung auch nach zwanzig Tagen nach Beendigung der Einnahme aus wird die Behandlung mit Clomifen im nächsten Zyklus wiederholt.

Der Frauenarzt kontrolliert während des Behandlungszyklus mehrfach die Entwicklung und Reifung der Eizellen mittels Ultraschall. Eine Blutabnahme zur Überwachung des Hormonaushaltes wird ebenfalls durchgeführt.

Es werden in der Regel bis zu sechs hormonelle Behandlungszyklen durchgeführt. Dabei kann der Wirkstoff auf bis zu 150 mg pro Tablette erhöht werden. Es empfiehlt sich nach zwei Zyklen eine Pause von zwei Zyklen einzuhalten.

Clomifen – wie hoch sind die Chancen auf eine Schwangerschaft

Bei über siebzig Prozent der Frauen die Clomifen einnehmen kommt es im Verlauf der sechs Behandlungszyklen zu einem Eisprung. In den meisten Fällen sogar innerhalb der ersten drei Behandlungen. Zwar ist ein Eisprung keine Garantie für eine Schwangerschaft – dennoch werden etwa zehn bis fünfzig Prozent dieser Frauen auch schwanger.

Wie hoch die eigentlichen Chancen auf eine Schwangerschaft sind hängt von verschiedenen Faktoren ab und lässt sich nicht ausschließlich auf die Einnahme von Clomifen zurückführen. Viele weitere Faktoren wie beispielsweise das Alter der Frau, das Körpergewicht, die Lebensweise, das Spermiogramm des Mannes und nicht zuletzt der Zeitpunkt innerhalb des Zyklus, in dem Sie Geschlechtsverkehr haben, spielen eine entscheidende Rolle beim Schwanger werden.

Bei etwa einem Viertel der Frauen, die eine hormonelle Behandlung mit Clomifen beginnen, bleibt der Eisprung aus – sie leiden an einer Clomifenresistenz.

Clomifen – Nebenwirkungen

Eine Hormonbehandlung mit Clomifen hat vergleichsweise wenige Nebenwirkungen und wird daher gerne bei einem unerfüllten Kinderwunsch eingesetzt. Dennoch ist die Einnahme in aller Regel nicht ganz ohne Nebenwirkungen.

Die Nebenwirkungen ähneln unter anderem den Symptomen die Frauen in den Wechseljahren spüren.

  • Hitzewallungen
  • Gesichtsrötungen
  • Schwindel
  • Kopfschmerzen
  • Müdigkeit
  • Stimmungsschwankungen
  • Schlaflosigkeit
  • Sehstörungen
  • Übelkeit
  • Blähungen
  • Überstimulation der Eierstöcke

In einigen Fällen reifen unter der Einnahme mehr als eine Eizelle heran. Das Risiko einer Mehrlingsschwangerschaft bei einer Befruchtung ist daher um etwa fünf bis zehn Prozent erhöht.

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Veröffentlicht: 22 | 02 | 2016
Aktualisiert am: 18 | 02 | 2019
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