Schwangerschaft

Wadenkrämpfe in der Schwangerschaft

Magnesiummangel – die häufigste Ursache

Plötzliche Wadenkrämpfe in der Schwangerschaft sind keine Seltenheit. Etwa 15 % aller Schwangeren leiden besonders im zweiten Schwangerschaftsdrittel unter Wadenkrämpfen, die meist nachts auftreten und mitunter sehr schmerzhaft sein können. Wadenkrämpfe zählen damit zu den typischen Schwangerschaftsbeschwerden.


Wadenkrämpfe in der Schwangerschaft – Magnesiummangel

Die häufigste Ursache für die Wadenkrämpfe in der Schwangerschaft ist ein Magnesiummangel. Der Körper benötigt Magnesium unter anderem für den Energiestoffwechsel, das Elektrolytgleichgewicht sowie für die Muskelfunktionen. Ebenso ist Magnesium dafür verantwortlich, die Muskeln zu entspannen. Eine erhöhte Aufnahme von Magnesium in der Schwangerschaft ist wichtig, da der Körper während der Schwangerschaft durch die Hormonumstellung das Magnesium schneller über den Urin ausscheidet.

Wadenkrämpfe in der Schwangerschaft – Überbelastung

Langes Laufen, Stehen oder das Tragen zu enger Schuhe können zu einer dauerhaften Überlastung der Muskeln führen. In der Nacht, wenn sich der Körper entspannt, kann es dann zu den typischen Wadenkrämpfen kommen.

Wadenkrämpfe in der Schwangerschaft – Durchblutungsstörungen

Zu wenig Bewegung und eine nicht ausreichende Aufnahme von Flüssigkeit können ebenfalls die Ursache für die unangenehmen Wadenkrämpfe in der Schwangerschaft sein. Werden die Muskeln nicht ausreichend durchblutet, gelangen nicht genügend Mineralstoffe in die Muskeln.

Wadenkrämpfe in der Schwangerschaft – so können Sie vorbeugen

  • Wechselduschen
  • Massagen mit ätherischen Ölen entspannen die Muskulatur und regen die Durchblutung an
  • Bewegung und Sportarten wie Schwimmen oder Yoga regen die Durchblutung an
  • achten Sie bei der Ernährung während der Schwangerschaft besonders auf Lebensmittel mit einem hohen Magnesiumgehalt (Vollkornprodukte, Nüsse, Milch, Naturreis)
  • besprechen Sie eine eventuelle Einnahme von Magnesiumpräparaten mit Ihrem Frauenarzt
  • gönnen Sie sich ausreichend lange Ruhepausen in denen Sie die Beine hochlagern
  • vermeiden Sie das übereinanderschlagen der Beine
  • achten Sie auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr

Wadenkrämpfe in der Schwangerschaft – was können Sie bei einem Wadenkrampf tun

Kommt es zu einem Wadenkrampf sollten Sie sich aufrecht hinsetzen, mit den Armen nach hinten abstützen, das Bein durchstrecken und den Fuß gegen eine Wand drücken. Nach dem Wadenkrampf sollten Sie ein wenig herumlaufen und die Wadenmuskulatur leicht massieren.

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Veröffentlicht: 07 | 07 | 2015
Aktualisiert am: 16 | 01 | 2017